Dieser Videoclip zeigt – wenn auch in anderer Form – die Realität vieler Frauen, die nach Deutschland kommen.

Es ist die situative Hilflosigkeit oder die allübergreifende Armut, welche Menschenhändler ausnutzen, um ihre Opfer im Herkunftsland anzulocken.

  

   Dabei nutzen die Menschenhändler

die hilflose Situation, die schlechte Wirtschaftslage, die geringen Bildungschancen

Drohungen und Nötigungen

falsche Versprechungen, unseriöse Jobangebote

die Loverboy-Methode[1]

 

 

Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung weltweit:

es leben 21 Millionen Menschen in Sklaverei (International Labour Organization)

davon 4,5 Millionen Menschen in Zwangsprostitution

besonders Migrant*Innen und andere Schutzbedürftige sind Opfer des Menschenhandels

 

 

Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung in Deutschland:

550 angezeigte Fälle der sexuellen Ausbeutung im Jahr 2014 (BKA)

die Dunkelziffer wird sehr viel höher eingeschätzt

 

 

Aktuelle Diskussion:

Ein neuer Gesetzesentwurf des Familienministeriums soll eine deutliche Verbesserung des 2002 verabschiedeten Prostitutionsgesetzes bringen. Einige wichtige Ziele, auf die sich CDU/CSU und SPD in den letzten 1,5 Jahren einigten, wurden von dem von Frau Schwesig geführten Ministerium unter dem fadenscheinigen Argument der Entbürokratisierung Ende November stark abgeschwächt. Damit wurde dem Schutz der Prostituierten und der Bekämpfung des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung eine Absage erteilt.

 

Schreiben Sie einen Brief an das Ministerium und fordern Sie mehr Schutz für Frauen und Männer, die in der Prostitution tätig sind. Einen Musterbrief und weitere Informationen finden Sie unter: 

http://www.gemeinsam-gegen-menschenhandel.de/index.php/mitmachen/briefaktion 

 

 

mehr Infos über uns: Gemeinsam gegen Menschenhandel e.V.

 

 

[1] Loverboys sind junge Männer, die eine Liebesbeziehung mit einem Mädchen oder einer jungen Frau vortäuschen, um sie später in die Prostitution zu locken bzw. zu zwingen.